Erlebnisturnier der C-Mädchen beim Basler HC

Habt ihr schon einmal in einem Zivilschutzbunker geschlafen? Hat eure Mädchen-Mannschaft schon einmal in einem Turnier gegen Jungs gespielt? Wart ihr schon einmal auf einem Turnier, bei dem italienisch, französisch und schwitzerdütsch gesprochen wurde?

Wir schon!!!

 In den Pfingstferien reisten die C-Mädchen Julia, Sabine, Matilda, Mäcki, Pfundi, Hexe, Diva, Nina, Josy und Helena mit Reisepass und Schweizer Franken im Gepäck nach Basel, um dort an einem internationalen U11 Turnier teilzunehmen. Begleitet wurden sie von ihren Trainern Robert und Max sowie den Betreuerinnen Katrin und Kirsten. Gerade als es aufhörte zu regnen und die Sonne herauskam, erreichten wir die sehr gepflegte und riesige Sportanlage.

 Der Basler HC hatte zum 100-jährigen Jubiläum ein Jugend-Pfingst-Turnier vom feinsten organisiert. Besonders spannend war, dass in der Schweiz in der Altersgruppe bis 11 Jahre noch Jungs und Mädchen gemischt spielen. Lugano trat  sogar mit einer reinen Jungsmannschaft an. Lyon hatte eine Mädchenmannschaft, wobei die Spielerinnen alle durchgängig einen Kopf größer als unsere Mädchen waren. Der Basler HC mit 2 Mannschaften und die Zürich Grashoppers spielten gemischt. Es erwartete uns also eine große Herausforderung.

Mannschaftsbild Basel 2011

Am ersten Tag konnten sich die Mannschaften bei Übungsspielen auf dem ¼ Feld  mit drei unterschiedlichen Spielformen kennenlernen. Außerdem gab es als Neben-wettbewerb Mini-Golf-Bahnen, die mit dem Hockey-Schläger bewältigt werden mussten. Die besten Spieler bekamen als Preis einen kleinen Hockey-Schläger. Wir gratulieren besonders Nina, die von unserer Mannschaft das beste Ergebnis hatte!

 Spät am Samstag Abend zogen wir nach der Kinderdisco in unser Nachtquartier 50 Meter unter der Erde ein. Es war schon ein besonderes Gefühl, über einen kleinen Eingang und mehrere Betonrampen in die Zivilschutzanlage zu gelangen. Dort waren die Betten sehr eng aneinander, so dass ein näheres Kennenlernen der Mädchen aus den anderen Mannschaften gar nicht zu umgehen war.

Zivilschutzanlage
Jugendherbergscharakter im Bunker

Am Sonntag wurde es dann Ernst. Die RW-Mädchen kämpften, verloren aber gegen Lyon und Lugano. Ein Lichtblick brachte dann der Sieg gegen die Zürich Grashoppers. Aber auch das Spiel gegen den Basler HC 2 brachte wieder eine knappe Niederlage. Trotzdem hat man bei jedem Spiel gesehen, was unsere Mädels dazu gelernt haben und wie sie mehr und mehr auf die Spielweise der Jungs eingingen.

 Zur Auflockerung am Sonntag Abend gab es ein Trainerspiel gegen die Basler. Hier hatten Robert und Max nun 10 Coaches am Spielfeldrand, die alle ihre Lieblingskommentare riefen, aber auch die Mannschaft kräftig anfeuerten.

 Nach einer weiteren Nacht unter der Erde, ermöglichte ein glücklicher Sieg gegen den Basler HC1 das kleine Finale um Platz 3. Allerdings hatten die vorherigen zwei spannenden Tage und die kurze Schlafenszeit ihre Spuren hinterlassen. Trotz Aufbietung der letzten Kräfte, mussten sich die Rot-Weissen geschlagen geben und erreichten damit den 4. Platz.

 

 

Erschöpft, glücklich und um viele Erlebnisse reicher traten wir die Rückfahrt an und gönnten uns noch eine gemeinsame Fährfahrt über den Bodensee. Gut, dass die Pfingstferien zur Erholung noch vor uns lagen!

Ganz herzlichen Dank an die gastfreundlichen Basler, die sich so engagiert um uns gekümmert haben.

KMR

Der Mädchenbrunnen :-)