Völkerschlacht in Leipzig – Kern locht ein
Weder Spieler noch Trainer wollten es vor der Partie ansprechen und dennoch war der Gedanke in jedem Hinterkopf präsent: Tabellenletzte und Auswärts bedeuten für den HLC Rot-Weiß in schöner Regelmäßigkeit unglückliche Niederlagen. Safo Frankfurt, Ludwigsburg, Mainz – stets trauerte man am Saisonende den nicht erledigten vermeintlichen Pflichtaufgaben hinterher. Ob diese latente Angst oder noch fehlende Abstimmung nach der kurzen Vorbereitungsphase der Grund waren: Das Spiel begann auf äußerst mäßigem Niveau. Pässe fanden kaum den Weg zum Mitspieler, Bälle wurden verstoppt, Schlenzbälle rutschten vom Schläger.
Glücklicherweise ließen die Gastgeber jedoch ihre Tormöglichkeiten aus und so brachte schließlich eine verunglückte kurze Ecke den ersehnten Führungstreffer. Max Kern stoppte eine schlampig gespielte Herausgabe mit der Vorhand, zielte kurz und setzte den Ball präzise an den rechten Innenpfosten. „Das 1:0 noch vor der Pause hat uns natürlich Sicherheit gegeben.“, zeigte sich auch Coach Markus Felheim erleichtert. Nach einer mehr (rechts unten) und einer weniger (Mitte unten) platzierten Strafecke durch Neuzugang Jasper van Gerven konnte der Vorsprung anschließend auf beruhigende drei Tore ausgebaut werden, so dass auch der Anschlusstreffer der Sachsen den Sieg letztlich nicht mehr gefährden konnte. „Es ist zwar noch nicht der große Wurf, aber in jedem Fall beruhigend, dass wir hier dieses mal unsere Hausaufgaben erledigt haben.“, zog auch Neu-Kapitän Paul Rabe ein erstes positives Zwischenfazit.
