Rennen, Schwitzen, Pumpen

Als am Sonntagmittag die letzten Hanteln im Kraftraum des Olympiastützpunktes aufgeräumt waren, konnte man in den Gesichtern der Spieler der 1. Herren Erschöpfung, aber auch Stolz und Genugtuung erkennen. Seit Freitagabend hatte sich die Mannschaft durch Konditions-, Sprint- und Krafteinheiten gequält – unterbrochen durch einige Einheiten Stocktraining.

„Der Athletiklehrgang ist ja immer ein bisschen der Gratmesser, wie es mit der Motivation in der Saison aussehen wird. Und von dem, was ich dieses Wochenende gesehen habe, kann man wirklich zuversichtlich für die Rückrunde sein.“, so Routinier Renaldo Scola. Auch „Schleifer“ Jochen Babock beobachte „eine Beteiligung und ein Engagement, wie wir es seit Jahren hier nicht mehr hatten“. Erfreut zeigten sich Trainer Markus Felheim und Neu-Kapitän Paul Rabe ebenfalls darüber, dass auch die verletzten oder angeschlagenen Spieler wie Quirin Malcherzyk (Muskelfaserriss), Neuzugang Jasper van Gerven (Bänderdehnung) und Renaldo Scola (Prellung) anwesend waren und Einheiten absolvierten, soweit es die lädierten Körper zuließen. Apropos Körper – der zum HTHC gewechselte Österreicher kann nach Meinung von Kapitän Rabe qualitativ mindestens  gleichwertig ersetzt werden: „Mit Jasper, Nils, und den Rückkehrern Matze Schießl, Christian „Wrangler“ Wagner und Anderl Kretschmar sehe ich uns eigentlich stärker als in der Hinrunde“.

Noch zwei Wochen bleiben dem Team nun, um sich auch spielerisch in Form zu bringen. Eins Feuerprobe steht dabei schon nächstes Wochenende mit dem letzten Vorbereitungsturnier in Dürkheim an.  Der bisherige Vorbereitungsverlauf stimmt jedoch nicht nur Mittelfelder Rainer Kraile optimistisch: „Wenn ich sogar Max Kern an einem Wochenende zweimal im Kraftraum sehe, kann die Rückrunde eigentlich nur gut werden“.