1. Herren in der Vorbereitung auf die kommende Feldsaison
Nach einer rund sechs-wöchigen Hockeypause hatten die Ersten Herren des HLC Rot-Weiß München bereits Mitte Juli wieder mit lockerem Training begonnen. Ab Anfang August wird sich nun die Intensität steigern, um die Grundlagen für die kommende Saison zu legen. “Bis jetzt gab es nur ein paar wenige harte Einheiten mit Jochen”, sagt Victor Graumann und meint damit die Athletikeinheiten mit Fitnesstrainer Jochen Babock, “aber ich denke, das wird sich jetzt sicher noch steigern. ” Der Fitnesszustand des Teams, so die allgemeine Einschätzung im Umfeld, wird bei einer wohl sehr ausgeglichenen Liga sicher diesmal eine noch bedeutendere Rolle spielen, wenn es heißt, enge Spiele für sich zu entscheiden. Beide Aufsteiger aus der Regionalliga – HG Nürnberg und SC Charlottenburg – können durchaus stärker eingeschätzt werden als zuletzt Schlusslicht Leipzig. Und die Überlegenheit eines Teams, wie zuletzt BW Berlin, scheint es auch nicht mehr zu geben.
“Natürlich wollen wir an die erfolgreiche Rückrunde anknüpfen, wissen aber dass das kein Selbstläufer wird”, gibt Kapitän Paul Rabe eine erste vorsichtige Zielsetzung vor. Der Kader, der das erreichen soll, wird sich erneut verändern. Zumindest für die Hinrunde nicht zur Verfügung stehen Stürmer Jasper van Gerven und Stammtorhüter Lorenz Neff. Van Gerven wird aus privaten Gründen nach Berlin zurückkehren und sich wieder Erstligaaufsteiger BW Berlin anschließen. “Ein herber Verlust, weil er sich auch menschlich super eingebracht hat,” urteilt Teammanager Hannes Ziegler, gibt aber die Hoffnung nicht auf, dass man ihn in Zukunft mal wieder im Rot-Weiß-Trikot sehen wird: “Er hat sich sehr wohl gefühlt bei uns, geht auch schweren Herzens und wir werden natürlich alles probieren, um ihn vielleicht demnächst wiederzubekommen.” Torwart Neff wird studienbedingt für sechs Monate nach London gehen und schließt sich dort dem Erstligisten Westminster&Hamstead an. “Er hat zuletzt überragend gehalten, aber er kommt ja auch im April wieder – vielleicht noch besser”, sieht Kapitän Rabe, der den Kontakt nach England vermittelte, die Situation gelassen.
Außerdem verlässt Abwehrspieler Joost Böhmert die Landeshauptstadt und zieht berufsbedingt nach Berlin. Er wird ebenfalls für BW Berlin zum Schläger greifen. Als vierten prominenten Abgang ist Renaldo Scola zu nennen. Nach 16 Jahren Bundesliga im Rot-Weiß-Trikot hängt der 33-jährige, der auch zuletzt nur noch sporadisch spielte, den Schläger endgültig an den Nagel. “Irgendwann ist einfach mal genug. Mein Entschluss stand ja schon lange fest”, sagt der Routinier. Als Vize-Präsident des Gesamtvereins und Co-Trainer der Herren wird er aber auch weiterhin nah am Geschehen bleiben, “aber eben nicht mehr”, wie er schmunzelnd anfügt, “jedes Auswärtsdoppelwochenende!”
Zurück zum Team stößt Defensiv-Allrounder Philipp Kratzer, der aus Australien heimkehrt und sein Studium in München fortsetzen will. Mit dem 25-jährigen Benno Hummel vom Club zur Vahr Bremen konnte auch die noch vakaten Planstelle auf der Torhüterposition kurz vor Transferschluss besetzt werden. Außerdem verstärken der tschechische Nationalspieler Michal Krysl aus Pilsen, Alexander Günter, der zuletzt für Blau-Weiß Speyer spielte, sowie der neue FSJler von Rot-Weiß, Florian Fey aus Wuppertal, den Kader für die kommende Spielzeit.