Zweimal zwei Halbzeiten
Schon fast traditionell erwarteten die 1. Herren zum Hallenauftakt zwei dicke Brocken: Aufsteiger und Gruppensiegfavorit (!) Mannheimer HC und der Vorjahreszweite TG Frankenthal. Ohne viele Pausierer, Verletzte und den noch in Neuseeland weilenden Michi Körper begann das Team bewusst mit einer äußerst defensiven Raumdeckung. Durch eine hervorragende Defensive stand gegen den MHC zur Halbzeit eine 2:1 Führung durch Treffer von Kern und Becker zu Buche. Allerdings konnte in dieser Samstagspartie die konzentrierte Leistung nicht mit in die zweite Spielhälfte transportiert werden – innerhalb von 10 Minuten gab man das Spiel leichtfertig aus der Hand und so endete die Partie am Ende mit einem deutlichen 3:7. „Wir sind ab der 35. Minute einfach nicht mehr richtig in die Zweikämpfe gekommen, haben unkonzentriert nach Vorne gespielt und uns die Tore teilweise selber eingeschenkt“, zeigte sich Trainer Markus Felheim nach der Partie angefressen.
Besser machte es die Mannschaft um Kapitän Rainer Kraile dann am Sonntag gegen die TG Frankenthal: Wieder begann man defensiv konzentriert, richtete jedoch in der Offensive zu wenig aus, so dass die Pfälzer mit einer knappen 0:2 Führung in die Pause gehen konnten. Nach dem schnellen 0:3 schien das Match ähnlich dem des Vortags zu verlaufen. Doch diesmal brach das Team nicht auseinander, sondern agierte konsequent weiter, schaffte den 2:3 Anschluss, ließ sich auch vom schnellen 2:4 nicht demotivieren und konnte drei Minuten vor Schluss noch einmal aussichtsreich auf 3:4 verkürzen. Erwartungsgemäß wurde das Spiel dann noch einmal hektisch – Stürmer Max Kern tauschte sich mit Frankenthals Christian Trump eingehend über Bekanntheit und Äußerlichkeiten aus und für Rot-Weiß sprang mit Ablauf der Uhr noch eine kurze Ecke heraus, dessen Wiederholung Routinier Scola dann zum umjubelten Ausgleich verwandeln konnte. „Wir standen heute eigentlich über die ganze Spielzeit hinweg sehr gut, trotzdem habe ich Anfangs der zweiten Hälfte schon etwas gezweifelt, ob wir noch ein Tor machen. Aber letztlich ist dieser Punkt wahnsinnig wichtig, sowohl mit Blick auf die Tabelle als auch für unser Selbstbewusstsein“, analysierte ein erleichterter Lorenz Neff.