1. Rot-Weiß-Trainerseminar
Selbst nachdem schon alles vorbei war – nach fast drei Stunden Hockey- und Trainingstheorie – standen mehrere Trainer vor der großen Taktiktafel im Rot-Weiß-Besprechungsraum und verschoben munter diskutierend die kleinen, runden Magnete, die Hockeyspieler symbolisieren sollen; es war ein Beleg dafür, dass das Trainerseminar der Rot-Weiß-Trainer am vergangenen Freitag seine Wirkung nicht verfehlt hatte und von den ca. 20 anwesenden Jugendtrainern positiv aufgenommen wurde.
Die Veranstaltung war der Auftakt des Programms zur vereinsinternen Trainerweiterbildung, das der neue sportliche Leiter Paul-Moritz Rabe installierte. „Wir werden uns in regelmäßigen Abständen zu Seminaren treffen und gemeinsam mit interne und externe Referenten Themen rund ums Hockeytrainerdasein behandeln“, erklärt Rabe den Rahmen seines Programms. Es gehe dabei vor allen Dingen um zwei Aspekte, so Rabe weiter: „Erstens darum, unsere Trainer über aktuelle und wichtige Themen vor Ort zu informieren und zu motivieren, sich immer wieder eigenständig mit Hockey und dem Trainerdasein zu beschäftigen. Zweitens bieten die Seminare auch die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen, abzustimmen und dadurch eine Einheitlichkeit in unserer täglichen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen sicherzustellen.“
Zum Auftakt am vergangenen Freitag referierte Rabe zunächst selbst über die Aufgabenbereiche eines Jugendtrainers, „die – wenn man nachhaltige Jugendarbeit betreiben will – weit darüber hinaus gehen, Hütchen aufzustellen und Leibchen zu verteilen“, so der angehende Gymnasiallehrer. Zusammen mit den Teilnehmern wurde ein Anforderungsprofil für die eigene Tätigkeit entwickelt, das auch im derzeit entstehenden Rot-Weiß-Jugendkonzept seine Entsprechung finden wird.
Nach einer Pause übernahm der langjährige Bundesligaspieler und erfahrene Trainer Sebastian Fischer das Zepter und diskutierte mit den Trainern über Vor- und Nachteile verschiedener Defensivtaktiken im Feldhockey. Auch hier zeigten das Trainerteam eine rege Beteiligung. „Ich kenne Sebi ja noch ein bisschen als Mitspieler: es gibt sicher wenige, die sich besser mit Taktik auskennen als er. In dieser Hinsicht war er schon immer ein ‚Fuchs’“, lobte A-Knaben-Trainer Maximilian Lorenz die Powerpoint-Präsentation von Fischer. Auch er war einer derjenigen, den die Denkanstöße dazu ermunterten, noch lange nach Beendigung des Seminars hinaus an der Hockeytafel zu diskutieren. „Wenn das das Resultat ist, dann hat die Sache seinen Zweck erfüllt“, zeigte sich auch Organisator Rabe zufrieden mit dem Verlauf seines Pilotprojekts und kündigte bereits für Anfang September ein weiteres Trainerseminar an.
